Rasseportrait

 

Selkirk Rex

 

 

 

Aussehen:

In einem Selkirk Rex-Wurf findet man meist gelockte und nicht gelockte Junge. Die gelockten Jungen sind sofort erkennbar. Die Schnurrbarthaare sind bereits jetzt gelockt, und auch das Fell hat bereits die Locken, die später einmal ausgeprägt vorhanden sein werden. Da es sich bei der Rasse Selkirk Rex noch um eine sehr seltene Rasse handelt, arbeiten die Züchter heutzutage daran, den Genpool zu erweitern. Daher werden Selkirk Rex nicht reinrassig gezogen, sondern durch die Verpaarung mit Britisch Kurzhaar Katzen.

Der Typ einer Selkirk Rex ist durch die verschiedensten Paarungspartner noch sehr unterschiedlich. Er soll jedoch in Richtung Britisch Kurzhaar gehen. Eine Selkirk Rex-Katze ist stämmig, kräftig und steht auf dicken Pfoten. Der Körperbau ist gedrungen. Die Katze macht insgesamt einen runden und kräftigen Eindruck. Der Kopf ist ebenfalls rund, mit kleinen bis mittelgroßen Ohren. Das Kinn ist kräftig ausgeprägt. Die Nase ist kurz, keinesfalls jedoch mit einem Stop ausgerüstet. Die Augen sind gross, rund und weit auseinander gesetzt. Das Haarkleid der Selkirk Rex ist flauschig weich und gelockt. Die Kurzhaarvariante hat kurze, griffige Locken, die überwiegend hinter den Ohren, am Hals und am Bauch in kleine Löckchen mündet. Die langhaarigen Katzen haben halblanges Fell mit größeren Löckchen. Meist sind die Locken bei der Langhaar-Variante etwas ausgeprägter.

Selkirk Rex-Katzen sind sehr liebevolle Katzen, die unter Züchtern auch als Hundskatze bezeichnet wird. Sie lieben es, ihrem Menschen den ganzen Tag nah zu sein. Sie sind ruhige Katzen und sind auch gerne mit anderen Artgenossen zusammen.

Geschichte:

 

Sie wurde erstmals 1987 in den USA entdeckt. In einem Tierheim wurde ein vermeintlich gewöhnlicher Hauskatzenwurf abgegeben. Schnell fiel dort jedoch auf, dass eines der Jungen sich von den anderen unterschied. Ein blau-creme-weißes Weibchen aus dem Wurf hatte ganz anderes Fell als die übrigen Geschwister des Wurfes. Auch die Augenfarbe unterschied sich von denen der anderen. Die Augen waren strahlend grün und das Fell war kurz und lockig. Auch fiel auf, dass die Schnurrbarthaare nicht gerade waren, wie sonst üblich, sondern ebenfalls kraus. Da sie der Meinung waren, dass es sich hierbei um ein besonderes Kätzchen handeln musste, wurde es an die Züchterin Jeri Newman weitergegeben. Dort erhielt es den Namen Miss Depesto of Noface.

Jeri Newmann war eine in den USA bekannte Perserzüchterin und entschloss sich bald, mit der sonderbaren Katze zu züchten. Im Laufe der ersten Überlegungen musste ein Name für die neue Rasse gefunden werden. Nach langen Überlegungen entschied sie sich für den Namen Selkirk Rex. Selkirk zu Ehren Ihres Schwiegervaters - Rex wegen des lockigen Fells.

Etwas mehr als ein Jahr nachdem Miss Depesto bei Jeri Newmann eingezogen war entschloss sie sich, Miss Depesto mit einem schwarzen Perserkater zu verpaaren.

Aus der Verpaarung entstanden schließlich sechs gesunde Kätzchen. Drei davon wurden mit Locken geboren und drei mit normalem Fell. Aus dieser Verpaarung ließ sich also erkennen, dass die Locken als dominant vererbtes Genmerkmal vorhanden sein mussten. Es ist also völlig ausreichend, dass eines der Elterntiere gelocktes Fell hat. Die Katzen sind nicht mit anderen Rex-Arten verwandt. So werden beispielsweise die kurzen Löckchen der Devon Rex oder Cornish Rex rezessiv vererbt.

Quelle:Wikipedia

 CFA Standart:Rasse Selkirk Rex
 
 Allgemein  Bemerkung: Das Fell der Selkirk Rex ist das Ergebnis einer dominaten, spontanen Mutation, welche bewirkt das jedes Haar (Leit- und Grannenhaare) eine sanfte Lockung hat, wodurch das Fell weich wirkt.
Allgemein: mittlere bis große Katze mit schweren Knochen, welche der Katze ein überraschendes Gewicht und einen kraftvollen Eindruck verleihen. Weibliche Katzen sind nicht so massig wie Kater, aber nicht zierlich. 
 Kopf  Kopfform: Schädel: rund, breit und mit vollen Wangen sowohl bei Katern und Katzen. Schädelform fühlt sich bei Berührung von der Rückseite des Kopfes sowie über die gesamte Breite der Stirn und zwischen den Ohren glatt und rund an.
Schnauze: mittelbreit; die zugrunde liegenden Knochenstruktur ist gerundet mit gut gepolsterten Schnurrhaarkissen um den Eindruck der Rechtwinkligkeit zu erwecken. Die Länge ist gleich der Hälfte der Breite. Profil zeigt eine Schnauze, deutlich sichtbar über der Kurve der Wangen hinaus. Die Spitze des Kinns bildet mit der Nasenspitze eine Linie und der Oberlippe in der gleichen vertikalen Ebene.
Nase: Profil zeigt einen Nasenstopp. Die Nase verläuft schräg nach unten mit einer konvexen Kurve und liegt unter der Augenlinie. 
Kinn: fest und gut entwickelt, ausgewogen im Verhältnis zum Rest des Kopfes und es sollte weder ein fliehendes, hervorstehendes oder zu massiges Kinn sein. 
 Ohren  Ohrform: mittelgroß, breit am Ansatz, spitz zulaufend, gut auseinander stehend. Sie sollten sich in die gerundete Kontur des Kopfes einfügen. Innenohrbehaarung, falls vorhanden, ist lockig.
 Augen  Augenform: groß, rund, gut auseinander gesetzt. Die Augen sollten nicht mandelförmig oder oval geformt erscheinen. Die äußere Ecke sitzt leicht höher als die innere Augenecke, was zu einem süßen offenen Gesichtsausdruck führen soll.
Augenfarbe: jede Augenfarbe ist akzeptabel. 
 Körper Rumpf mittel bis groß und gut ausgewogen. Der kräftige, muskulöse Oberkörper ist mehr rechteckig als quadratisch, aber nicht zu lang. Der Rücken ist gerade mit einem leichten Anstieg zum Hinterkörper hin. Schultern und Hüfte sollten die gleiche Breite haben. 
 Beine  Beine: Beine: mittel bis lang. Starke Knochen. Sollten im Verhältnis zum Körper sein. 
Pfoten: groß, rund und fest
 Schwanz  Mittlere Länge, die im Verhältnis zum Körper ist. Breit an der Basis, weder stumpf noch spitz an der Spitze
 Fellstruktur Felllänge: zwei Längen - kurz und lang. Die Unterschiede Felllänge sind am deutlichsten an Schwanz und Halskrause zu sehen. Bei der Kurzhaar haben Schwanzhaar die gleiche Länge wie das Fell und Schwanzlocken sind plüschig und liegen fest rund um den Schwanz. Die Halskrause hat die gleiche Länge wie das Fell. Bei der Langhaar sind die Schwanzlocken gefiedert und stehen vom Schwanz ab. Das Fell der Halskrause ist länger und umrahmt das Gesicht. 

Kurzhaar: Die Felltextur ist weich, plüschig, voll und ganz offensichtlich lockig. Das Fell ist dicht und voll weder kahl noch nur dünn mit Fell bedeckt. Das Fell steht vom Körper ab und sollte nicht flach am Körper anliegen. 

Langhaar: Die Felltextur ist weich, plüschig, voll und ganz offensichtlich lockig. Es scheint und fühlt sich nicht so plüschig wie bei der Kurzhaar an, sollte jedoch nicht zu dünn sein. Das Fell ist dicht und voll weder kahl noch nur dünn mit Fell bedeckt. Das Fell steht vom Körper ab, kann weniger plüschig erscheinen und sich anfühlen, aber nicht flach anliegend. 

Locken bei beiden Haarlängen: Ein zufälliges, unstrukturiertes Fell, in losen, einzelnen Locken angeordnet. Die Locken scheinen eher in Locken-"Klumpen" anstelle von einer über den ganzen Körper gehenden Welle zu sitzen. 
Obwohl die Locken je nach Haarlänge, Geschlecht und Alter variieren, sollte das gesamte Fell den Einfluss des Rex-Genes zeigen. Lockigkeit kann deutlich mehr um den Hals, auf dem Schwanz und am Bauch auftreten. 
Zugeständnisse für weniger Locken bei Kitten und Jungkatzen sollten gemacht werden.
 
 Fellfarben  Alle genetisch möglichen Farben oder Farbkombinationen sind zulässig.